Ein Laptop, eine Chance – und eine Geschichte, die uns nicht loslässt
- 30. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Kumbuka Masitchwe ist mit 15 Jahren aus dem Kongo geflohen – ohne Eltern, mit seinen Geschwistern, mitten in eines der größten Flüchtlingscamps der Welt: das Kalobeyei Settlement im Nordwesten Kenias, Teil des Kakuma Camps. Was andere gebrochen hätte, hat ihn angespornt. In jungen Jahren gründete er dort seine eigene NGO, Hope of the Hopeless, die heute 30 Waisenkinder und Kinder aus schwierigsten Verhältnissen mit Mahlzeiten, Unterricht, digitalen Lernprogrammen und psychologischer Unterstützung versorgt.

Kumbuka fand uns über LinkedIn – er hatte von unserem IDEA-Projekt gelesen und fragte an, ob wir ihm Laptops für sein Projekt schicken könnten. Laptops nach Kenia zu senden ist leider alles andere als einfach: Zoll, Bürokratie und Transportkosten machen es in vielen Ländern schlicht unmöglich. Doch dann kam der glückliche Zufall: Andreas stieß auf Claude Jonkmans von EmpowerVan, eine Organisation, die Sport- und Selbstverteidigungskurse für Frauen in Flüchtlingscamps anbietet – und die gerade auf dem Weg nach Kenia war, in genau dieses Camp. Claude holte den Laptop persönlich in unserem Athener Büro ab und übergab ihn direkt an Kumbuka.
Was uns von Anfang an Kumbuka beeindruckt hat: Er lernt unglaublich schnell und geht jedes Hindernis mit einer Energie und Kreativität an, die uns immer wieder staunen lässt. Mit dem Laptop baute er in kürzester Zeit die Website seiner Organisation auf.



Doch die Geschichte geht weiter. Wir haben Kumbuka auf Kanthari aufmerksam gemacht – die Change Maker-Universität in Südindien, an der Menschen aus aller Welt lernen, ihre Traumprojekte im gemeinnützigen Bereich professionell auf- und auszubauen. Er bewarb sich sofort. Aus hunderten von Bewerbungen wurden 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgewählt – Kumbuka ist einer von ihnen. Wir beglückwünschen ihn und haben die notwendigen Verpflichtungen übernommen, damit er das Visum beantragen und die Ausbildung antreten kann, und stellen die erforderliche Kaution.

Genau daran glauben wir: Veränderung in afrikanischen Ländern kann nicht von außen kommen – sie muss von Menschen wie Kumbuka angestoßen und getragen werden. Wenn er nach einem Jahr auf der Kanthari Universität nach Kenia zurückkehrt, wird er sein Projekt auf ein ganz neues Level heben können und ganz viele Menschen werden davon profitieren.


